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Woman’s Traditional/ Traditioneller Tanz der Frauen

Northern Buckskin/ nördlicher Stil im Lederkleid

Diese Variation des Woman's traditional kommt aus den Regionen des Northern Powwow Trail , also nördlich South Dakota. Die Kleidung hat sich aus den alten Kleiderstilen der dortigen Stämme entwickelt. Charakteristisches Merkmal ist das voll mit Glasperlen bestickte Cape. Dazu ein Brustpanzer/Breastplate aus Rohrenknochen das nur vorn, sehr lang getragen wird. Die Frauen heben bei Betonungsschlägen den Fächer als Gruß an den Schöpfer. Neben dem Cape sind auch alle Zubehör-Teile aufs aufwendigste mit feinen Glasperlen bestickt. Das Kleid als solches besteht aus Hirschleder. Die Outfits dieser Katergorie wiegen bis zu 15kg, an ihnen wird oft mehrere Jahre gearbeitet- allein die Stickerei für das Cape beansprucht mindestens ein halbes Jahr unermütliches Sticken einer versierten Stickerin. Die Kleider haben annähernd bodenlange Fransen an den "Ärmel"-Seiten, die bei jedem Takt mitschwingen müssen und zwar rein aus der Bewegung und ihrem Gewicht heraus, dh. die Tänzerin darf sie nicht durch Bewegung der Schultern zum Schwingen bringen- ein wichtiger Wertungspunkt im Wettbewerb. Dies soll im Wind wogendes Prairiegras symbolisieren.

Northern Cloth/ nördlicher Stil im Stoffkleid

  

 

 

Die etwas leichtgewichtigere Variante des traditionellen Frauentanzes benutzt Kleider aus Stoff, die nach alten Schnitten entstanden. In der Regel sind sie aus Wollstoffen oder fein gemusterten Baumwollstoffen/Callico gefertigt. Dazu wird die gleiche, aufwendig verzierte Accessoire-Fülle getragen, wie bei den Buckskin-Ladys. Manchmal ist der Gürtel nicht voll bestickt sondern mit Metall-Nägeln oder Conchos/Zierraten von Pferdegeschirren verziert. Trotz den geringeren Regalia-Gewichten dieser Kategorie tanzen die Frauen genauso reserviert-schreitend. Dies ist darin begründet, das die Frauen früher den Kriegstänzen der Männer nur am Rande zusehen durften. Aus einem Mitwiegen im Takt entwickelte sich die schreitende Bewegung.

Manchmal tanzen beide Kategorien zusammen als Northern Woman's traditional. Ihre Lieder unterscheiden sich zum südlichen Stil.

 

Southern Buckskin Traditional/ Südlicher traditioneller Stil im Lederkleid

Die Kleider der Frauen des südlichen Powwowtrails um Oklahoma herum tragen ebenfalls Lederkleider, die nach alten Stammesstilen dieser Region gefertigt sind. Sie sind nicht voll bestickt, zumeist weisen sie längliche Stickerei-Motive entlang der Oberarme/schulter auf, dazu manchmal kleinere Motive auf der Vorder und Rückseite. Die Capes sind nicht gerade abgeschnitten auf Gürtelhöhe sondern laufen dort länglich aus, ähnlich Zacken und oft mit einer Reihe Glasperlen am Rand umstickt. Die Fransen an den Ärmeln sind ebenfalls lang und werden ebenfalls fast mühelos im Takt mitgeschwungen. Heute Modern ist, das fast jede Tänzerin eine Krone trägt, ebenfalls, das die gestickten Accessoires mit Straßband gesäumt sind. Die Leggins, die im Süden getragen werden sind nur wenig bestickt, haben auf der Verschluß-Seite aber eine Reihe aus Neusilber-Knöpfen. Charakteristisch bei allen südlichen traditionellen Frauen-Kategorien ist ein Anhänger/Trailer, der auf dem Rücken bis fast zum Boden geht. Die Breastplates/Brustpanzer sind kürzer als im Norden und hinten und vorn gleich lang.- Die Tänzerin neigt ihren Oberkörper Richtung Erde als Gruß an Mutter Erde bei den Betonungsschlägen des Liedes.

 

Southern Traditional Cloth/ Südlicher traditioneller Stil im Stoffkleid

Ein Teil der südlichen traditionellen Frauen tanzt in Kleidern aus Stoff. Die ersten Stoffe kamen als Handelsware zu den Indianern oder fanden sich in zurückgelassenen Wagen oder Hütten weißer Einwanderer. Man fing an, sich Stoffkleider zu nähen. Zuerst teure Handelsware wurden Stoffe in der Reservationszeit zu einem allgemein verwendeten Material, da Jagd nicht mehr ohne weiteres möglich war. Heute tanzen die Frauen in Stoffkleidern in einer eigenen Tanzkategorie mit den gleichen Tanzschritten, wie im Southern Woman’s Traditional Buckskin/Südlichen traditionellen Frauentanz im Lederkleid. Sie haben keine langen Lederfransen an den „Ärmeln“ der Kleider, die im Takt mitschwingen. Je nach Stamm und Vorliebe wird ein einteiliges Kleid ähnlich denen im Norden getragen oder die traditionelle Kombination aus mit Bändern verzierten (Ribbonwork) Wickelröcken und Blusen.

 

regionale Besonderheiten

Neben diesen allgemeineren traditionellen Frauen-Tanzstilen gibt es eine ganze Reihe regionale traditionelle Stile und Tänze. Diese sind oft älter und wurden oft schon getanzt, bevor der Stamm die Idee des Powwow übernahm. Als die Idee Powwow als Tanzfest übernommen wurde, übernahm man oft die allgemein üblichen Tanzstile. Mittlerweile beginnen immer mehr Stämme, eigene, regionale Besonderheiten auf ihren eigenen Powwows mit einfließen zu lassen. Manche davon wurden ins Allgemeingut des Powwows übernommen, andere blieben eher regional. Oft sind diese regionalen Unterschiede aber kaum zu erkennen, für uns außenstehende Betrachter. Deshalb hier ein paar Beispiele:

Crow Style womans traditional/Traditioneller Tanz der Crow-Frauen

 

  

 

 

Die Crow Frauen tragen oftmals Kleider, die reich mit elkteeth, also Grandeln vom Weißwedelhirsch besetzt sind, oder deren Imitaten. Diese Kleider sind aus Stoff in einem klassischen Schnitt, oft rot, rün, blau oder schwarz im Grund und abgesetzt mit einer der anderen genannten Farben- meist rot. Die Stickereien sind typisch Crow, entweder geometrisch mit einem häufig verwendeten pinken Farbton der Perlen, oder mit floralen Motiven. Die Crow Frauen tanzen zu straight- Liedern und zu Crow hop- anstatt Rounddance -Liedern.

 

Woman's Short Fringe/ High step

 

  

 

 

Dieser Tanzstil kommt aus der Plateau-Region und wird in der Regel mit den klassischen 2-Haut-Kleidern getanzt, die dort immer noch üblich sind. diese Kleider haben aufgrund ihrem Aufbau nur kurze Fransen. Daher der Name des Tanzstils. Die Frauen tanzen den High step zu etwas schneller gespielten Liedern mit einer Art Hüpfschritt (Zwischenschritt), aber ebenso zum Rounddance mit etwas ausgeprägteren Schritten.

Smoke Dance

 

  

 

 

Diese Tanzart kommt von den Irokesen. Es wird ein Wickelrock und eine Bluse getragen- die klassische Bekleidung der Irokesen. Früher waren es Sozialtänze, die heute aber auch im Wettbewerb bei Powwows getanzt werden. Die Irokesen lebten früher in Langhäusern und bei dem Tanz versucht der Tänzer dem "Rauch" auszuweichen- daher wird zb die Bekleidung auch "smokehouse dress" genannt.

Jingle Dress Dance/Klingelkleidtanz

 

  

 

Modern Style Jingle

Der Modern style Jingle Dress Dance wird heute weitaus häufiger in ganz Amerika und Kanada getanzt als die Oldstyle Variante. Er kommt bunt daher mit aufwendigsten Applikationen in grellbunten Stoffen, mit mal symetrisch mal unsymetrisch gesetzten Blechkonus Reihen. Dazu gehört ein Fächer der bei den Betonungsschlägen/Honorbeads eines Liedes gehoben wird. Ebenfalls werden Stirnreif, Haarspangen und aufwendig bestickte Ketten getragen, oft und gerne mit Reihen aus funkelnden Straßsteinen besetzt.

Oldstyle Jingle

Über die Entstehung des Tanzes gibt es mehrere Geschichten. EIne davon besagt, das der Jingle dress dance ein Heilungstanz war, Ein alter Mann hatte eine kranke Tochter und niemand konnte ihr helfen. Da hatte er einen Traum. Er träumte von einem Kleid, besetzt mit klimpernden Blechkegeln, in dem das Kind zu bestimmten Liedern tanzen sollte. Er fertigte so ein Kleid und ließ das KInd tanzen und es wurde gesund. Aus Anlaß dieser Heilung wird der Tanz heute noch getanzt. So geht eine, sehr populäre Geschichte.

Dieser Tanz entwickelte sich um 1910/1920 wahrscheinlich bei den Ojibwa, einem Stamm des nördlichen östlichen Waldlandes. Man sagt, er habe ältere Vorläufer. Als in der frühen Reservationszeit viele natürliche Materialien schwer zu beschaffen waren und in der weißen Mode „Charleston“ chic war, wurde des gerade geschnittene Kleid übernommen und mit Dingen verziert, die sich nun gerade anboten, Litzen, Bänder, Strass und Metallknöpfe.... Da Rehe nicht mehr ohne weiteres zu erlegen waren, „erlegte“ man eben Dosen von staatlich zugeteilten Rationen. Tabakdosendeckel eigneten sich besonders gut. Damit wurden und werden noch heute Klingelkleider bestückt, auch wenn sich das Aussehen der Tänzerinnen seit 1920 stark geändert hat. In ihrem Tanz bewegen sich die Frauen im Takt zu den Trommeln und die Metallkonusse ihrer Kleider klingeln wie viele Glöckchen.

Der Oldstyle Jingle entwickelte sich vor einigen Jahren als eine Art Rückbesinnung auf seine Anfänge. Die Kleider, die heute dabei getragen werden, lehnen an die alten Kleider von 1930-70 an. Sie sind schlichter als die modernen, weniger aufgeputzt. Der Tanzschritt ist moderater, bodennäher als der moderne Jingle. In der Regel tragen die Tänzerinnen keinen Fächer sondern eben die Hände zu den Honor-beads/Betonungsschlägen im Lied.

 

Fancy Shawl Dance/ Tuchtanz

 

 

 

 

Der Tanz wird meist von jüngeren Frauen getanzt, da er ebensoviel Energie benötigt, wie der Fancy-Tanz der Männer. Charakteristisch ist das große Schultertuch, mit dem die Frauen „fliegen“ wie ein Schmetterling. Dazu wird ein besticktes Cape getragen, Mokassins, Leggins, Rock und Bluse aus Satin. Der Tanz ist ebenfalls sehr modern.