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Das Powwow-Fest der Indianer Nordamerikas

Das Wort „Powwow“ geht wahrscheinlich auf  „powáw“, einem Begriff aus der östlichen Algonkin-Sprache der Narrangansett zurück, einem Indianerstamm aus der Region des östlichen Waldlandes, und bezieht sich ursprünglich auf eine Heilungszeremonie bzw. auf den Medizinmann, der sie durchführt. Bei diesen Zeremonien kam es zu einer Ansammlung tanzender und singender Leute und so bezeichneten zusehende Weiße irrtümlich jegliches indianische Treffen, unabhängig von Stamm und jeweiligen Anlaß mit der englischen Version des Wortes als Powwow. Das Wort „Powwow“ verbreitete sich schnell über weite Teile des Kontinents und bezeichnet heute ein eher säkulares Fest, bei dem es neben Gesang und Tanz  Rodeos, Hand Games, Give Aways  (Verschenkfeste) und Ehrungszeremonien geben kann. Es hat zwar auch religiöse Aspekte, ist aber in erster Linie Familientreffen, Tanzwettbewerb, Volksfest...

 

 

 Blackfoot-/Schwarzfußtänzer ca. 1907 auf alten Postkarten

In den 1950/1960er Jahren sah es aus, als ob es bald keine Powwows mehr geben würde, da sich nur wenige Jugendliche dafür interessierten. Die Alten glaubten, sie wären „die letzten ihrer Art“. (Hungry Wolf).

 

Danach veränderte sich das soziale Bewusstsein vieler Native Americans und es kam zu einem kulturellen Revival. Nun wurden Powwows von Küste zu Küste abgehalten, auch von Stämmen, die Powwows vorher nicht kannten. Viele jüngere Menschen begannen sich nun für Powwows zu interessieren und viele neue und interessante Variationen der „traditionellen Kriegerkleidung“ entstanden. Trommelgruppen erhielten soziale Anerkennung und durch Musikkassetten verbreiteten sich Songs. Viele neue Trommelgruppen bildeten sich und der Stil der Gesänge änderte sich. Durch Preisgelder für Tänzer und Sänger wurden Powwows  professioneller. Sie ermöglichten Reisen zu Powwows anderer Stämme und förderten den kulturellen Austausch. Heute folgen viele Indianer im Sommer dem sogenannten „Powwowtrail“.

Alle Powwows sind zwar in ihrem Ablauf und ihren Grundregel nahezu gleich und dennoch gibt es Unterschiede. Sie resultieren aus regionalen Unterschieden, Unterschieden der Stammestradition sowie der Tradition des bestimmten Powwows, saisonalen Unterschieden, sowie unterschiedlichen Veranstaltern. Letztlich sind zwar im Grunde genommen alle Powwows gleich, wodurch ein Tänzer oder eine Trommelgruppe ohne Probleme an einem fremden Powwow teilnehmen kann aber dennoch ist eigentlich jedes Powwow anders.

Grundsätzlich unterscheiden sich Powwows im Süden der USA von denen im Norden von USA und Kanada. Man spricht vom „Southern Powwowtrail“ um Oklahoma und vom „Northern Powwowtrail“.

Die Tanzkategorien, die auf Powwows getanzt werden, haben zwar zumeist ihre Wurzeln in alten religiösen Tänzen oder Tänzen von Kriegergesellschaften, entwickelten sich aber in den Regionen unterschiedlich, so dass es zu Unterschieden in ein und derselben Tanzkategorie im Süden und Norden gekommen ist. 

 

Bei den meisten Powwows werden Tanzwettbewerbe abgehalten. Die Tanzkategorien werden beim Wettbewerb getrennt getanzt, da jede Kategorie ihre eigenen Lieder und Tanzschritte hat, vergleichbar mit Standart- oder Lateintänzen auf „weißen“ Tanzwettbewerben. Bewertet wird durch eine Jury, die meist aus ehemaligen Tänzern dieser Kategorie besteht. Bewertet wird, ob ein Tänzer im Takt bleibt, ob er sich an allgemein übliche Schrittfolgen der Kategorie hält oder ob er beim letzten Takt zum Punkt stehen bleibt.